Unser Programm




»Werther – Das geht anders!«

 

Unser Programm für die Kommunalwahl 2020

 

  



Wir wollen mehr Bürgerbeteiligung

Stimmen aus der Öffentlichkeit wurde bei vielen Entscheidungen kaum Raum gegeben und wenn, dann nur der Form halber, weil andernfalls keine Fördermittel fließen würden (z.B. ISEK und neuer Busbahnhof, Böckstiegel-Museum).

Wir fordern: Transparentes Verwaltungshandeln, Bürgerbeteiligung bei wichtigen Projekten und größtmögliche Öffentlichkeit sowie das Einwohnerrederecht als Tagesordnungspunkt bei jeder Ausschuss- und Ratssitzung!

 

Wir wollen den Flächenfraß stoppen

Flächenversiegelungen – egal wo – sind angesichts der Klimakrise und der nicht vermehrbaren Landfläche aus der Zeit gefallen. Werther muss seine Wohn- und Gewerbeflächenpolitik qualitativ ausrichten. Verdichtung und Nutzung von Industriebrachen und Leerstandsmanagement sind das Gebot der Stunde! Die Stadt Werther als Anteilseigner und mit Sitz im Aufsichtsrat der Kreiswohnstättengenossenschaft (KWG) muss deren Bringschuld für den sozialen Wohnungsbau einfordern.

Die Blotenberg-Planungen müssen rückabgewickelt werden! Das Baugebiet ist mit einer ganzen Reihe finanzieller Risiken behaftet und wird beklagt. Der Blotenberg mit seiner 1000-jährigen Kulturlandschaft soll Naherholungsgebiet und Frischluftschneise bleiben.


Wir wollen eine aktive Stadtentwicklung

WECO, HW Meyer, Geschäftsleerstände, Engerstraße, Kopfsteinpflaster in der Ravensberger Straße, Hof Overbeck. Dies sind nur einige Beispiele, um die sich eine vorausschauende Stadtpolitik längst hätte kümmern müssen!

Wir setzen uns für die städtische Übernahme des WECO-Geländes ein, damit öffentliche Mittel für eine geförderte Komplettsanierung eingeworben werden können. Im Anschluss ist die Änderung des Bebauungs- und damit des Regionalplans zugunsten Urbanen Wohnens an dieser Stelle vorzunehmen. Wir fordern den städtischen Ankauf des Denkmals Hof Overbeck und dessen Umbau zu einem Kulturforum mit Veranstaltungsräumen sowie die dortige Unterbringung der Stadtbibliothek, deren Räumlichkeiten dringend erweitert werden müssen!

 

Wir wollen lokale Klimapolitik ernsthaft angehen

Die lokale Klimapolitik der letzten Jahre erschöpfte sich meist in der lediglich symbolischen Mitgliedschaft der Stadt Werther in der »LAG 21«, einem Verein, der Nachhaltigkeitsprozesse in Kommunen strategisch unterstützt und praxisorientiert umzusetzen hilft.

Es ist zwar zeitgemäß, CO2-Neutralität, Nachhaltigkeit und die Energiewende zu fordern. Aber es bleibt ohne Wirkung, wenn dies nicht mit einem Willen zum Handeln in Stadtverwaltung und Stadtrat einhergeht. Alle Ratsbeschlüsse sollen daher nicht nur auf ihre finanziellen Auswirkungen, sondern auch auf ihre Klimafolgen hin abgeprüft werden. Das Budget für Solardach-Förderung und Sonnenkollektoren muss erhöht und zudem jeder Eigentümer gemäß Solardachkataster aktiv angesprochen werden.Ein Anpassungskonzept für die Folgen des Klimawandels ist notwendig und muss auch umgesetzt werden, um auf der kommunalen Ebene von Werther unseren Beitrag zu leisten. 

Neue Bauten in Gewerbegebieten sollen Gründächer und eine Regenwassernutzung aufweisen.

Die Stadt soll zeitnah einen eigenen Umweltpreis ausloben und den grün bemäntelten Preis des Energiekonzerns innogy nicht mehr vergeben. 

 

Wir wollen eine Mobilitätswende zugunsten von Fußgängern,

Radfahrern und des öffentlichen Nahverkehrs

Die Stadt Borgholzhausen und der Bielefelder Stadtbezirk Dornberg hatten Initiativen gestartet, um mit Landesförderung einen Radschnellweg von Borgholzhausen nach Bielefeld entlang der Borgholzhausener und der Bielefelder Straße abzutrennen. Die Resonanz aus der Wertheraner Verwaltung und der Mehrheitspolitik im Stadtrat war gleich null. 

Was nützt ferner ein 2,5 Millionen Euro teurer neuer Busbahnhof, wenn eine Hin- und Rückfahrt nach Bielefeld aktuell 10,- Euro kostet? 

Wir fordern: Das Projekt Radschnellweg muss ebenso zügig wieder angegangen werden wie die Aufnahme Werthers in den Stadttarif Bielefeld sowie die Verlangsamung des innerstädtischen Autoverkehrs. Die Engerstraße muss im Ortsdurchgang einen sicheren Radweg bekommen!

  

Wir wollen eine barrierefreie Innenstadt

850.000,- Euro Fördergelder für den vom Gesetzgeber geforderten »barrierefreien Umbau« von lediglich fünf Bushaltestellen lösen in keiner Weise das tägliche innerstädtische Problem von Rollstuhlfahrern, alten Menschen mit Rollatoren oder Eltern mit Kinderwagen. Viel zu lange schon fahren sie sich im Wertheraner Kopfsteinpflaster fest, in Rillen, Übergängen und an Bordsteinen. Statt das Problem zu lösen, wurde es in einen Arbeitskreis »Barrierefreiheit« ausgelagert – bislang ohne Ergebnis, obwohl dazu ein Ratsbeschluss aus dem Jahre 2014 vorliegt.

 

Wir wollen gute Trinkwasserqualität! Modernisierung des Wasserleitungsnetzes und eine funktionierende Entkalkung sowie keine weitere Verzögerung beim Neubau der Kläranlage

In der gesamten letzten Wahlperiode ist die beschlossene neue Zentralkläranlage nicht über die Entwurfssphase hinausgekommen und das, obwohl die Planer von jährlichen Kostensteigerungen von 5-10 % ausgehen. Die Sanierung des maroden Wasserleitungsnetzes mit ständigen Havarien und Wassereintrübungen wird erst jetzt, nach vielen Jahren und auf Druck der Bevölkerung und wiederum nur zaghaft angegangen. Das Problem des zu hohen Kalkgehalts des Trinkwassers ist weiter ungelöst – ebenso wie die derzeit erhöhten Sulfatwerte. Die »Privatisierung« der Folgekosten zur Beseitigung von Schäden an Geräten und Aggregaten in den privaten Haushalten sowie in Gewerbe und Industrie können nicht Normalität bleiben.

 

Wir wollen intakte naturnahe Lebensräume für Mensch und Natur in Werther erhalten und neue schaffen

Geeignete städtische Grünflächen werden extensiv bewirtschaftet und entfalten so eine positive Wirkung auf Mensch und Natur. Straßenseitenbereiche sollen während der Vegetationsperiode sachgemäß und naturverträglich bewirtschaftet werden. Die wenigen kommunalen Waldflächen sollen als Naturwaldzellen aus der Nutzung genommen werden. Dem innerstädtischen Baumbestand soll mehr Beachtung geschenkt werden, damit er seine öffentliche Wohlfahrtswirkung im Klimawandel entfalten kann.

Die schlechte Wasserqualität der Oberflächengewässer in Werther soll im Rahmen der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie 2027 in einen guten Zustand überführt werden. Um dies zu erreichen, muss der Eintrag von Pestiziden und Nitraten aus der Landwirtschaft reduziert werden. 


Deshalb: »Werther – Das geht anders!«

  

 

Kontakt zu »Werther – Das geht anders!« und v.i.S.d.P.:

Wolfgang Böhm (stellvertretender Vorsitzender), Weststraße 11, 33824 Werther (Westf.), Tel.: 05203 / 884921, E-Mail: boehm.wfj@freenet.de